Mittwoch, 29. Dezember 2010

Knights in shining armour


Meine Retter in Not - dann wenn der Schlüssel im Van drin ist, aber alle Türen geschlossen sind. Wenigstens die Pizza war gut.

Eine türkis-goldene Autobahn

Ich habe soeben Great Walk #5 absolviert. Der Abel Tasman Coast Track war wiederum eine sehr andere Wanderung als das was ich bisher gemacht habe. Der Weg führte mehrheitlich die Meerküste entlang und man konnte immer wieder beeindruckende Beaches sehen. Zum Glück ging es nicht nur der Küste nach und es ging mal wieder rein in den Regenwald um die Abwechslung am Leben zu erhalten. Der Weg ist eine Autobahn, zweispurig und kinderwagengerecht. Kommt mal eine Wurzel muss man gerade aufpassen, weil sich die Füsse nicht ans grosse Heben gewöhnt sind. Die Beaches sind sagenhaft. Der Sand ist goldig und das Wasser türkis-blau. Der Regenwald grün. Und der Himmel dunkelblau. Fürs Fotografieren: ideal. So ist es, wenn alles so ist wie es sein sollte, wie bei mir am ersten Tag von Marahau nach Anchorage. Ich lief sozusagen von Beach zu Beach und hatte jedes Mal das Gefühl, die Neuere ist jetzt noch besser als die Letzte. Aber das dachten sich wohl auch viele Andere, denn die Beaches waren ziemlich belagert. Immer wieder eine Herausforderung, ein Foto ohne Leute zu machen. Ein Foto ohne Boot hingegen wurde sehr schwierig. Was da alles auf dem Wasser unterwegs war, unglaublich: Kayak, Wasser-Taxi, Wasser-Töff, Wasser-Skis, Segelboote, Wakeboards, ... hunderte von Geräten.

Mein Begleiter
Ich reise anscheinend nicht mehr allein. Nach Tongariro und Nelson Lakes habe ich es wieder mal geschafft, einen groben Regentag einzufangen. Der zweite Tag präsentierte sich grau. Dennoch regnete es zu Beginn noch nicht. Aber die „schwarze Wand“ mit Regenbogen war ersichtlich. Da man auf dem Abel Tasman Track sich nicht nach Gemüt auf die Wanderung begibt, sondern eher nach dem Zeitplan der Gezeiten, war eine Ebbe-Querung um ca. 08.00 – 09.00 Uhr nach der Hütte erforderlich. Weil dies nicht die letzte Passage des Tages war, musste ich mir überlegen, was ich denn innerhalb dieser ca. 12 Stunden denn alles so tun soll. Ich begab mich auf einen Side-Trip. Der „Falls River Track“ tönte zwar gut, aber entsprach bei Weitem nicht meinen Erwartungen. Für die angegeben 3 Stunden brauchte ich zwar nur 2, aber am Ende des Weges war nicht viel zu sehen. Leider. Zum Glück konnte ich unterwegs noch ein paar Überwachsene-Steine-im-Fluss-mit-Regenwald-im-Hintergrund-Fotos machen. Somit war es wenigstens nicht ganz ein Reinfall.

Zurück zum Regen. Inzwischen hat es angefangen zu nieseln und das ist ja ganz angenehm. Aber ich befand mich im Regenwald und kombiniert mit etwas Sonne verwandelte sich das in eine Sauna. Ich machte mit meinem Schweiss dem Regen in Anzahl Tropfen wohl Konkurrenz. Nach zwei Stunden kam ich zur Bark Bay Hütte, wo ich meinen verlängerten Lunch-Stopp einlegte. Verlängert deshalb, weil ich auf die Flut warten musste. Ich spielte ein bisschen „Canasta“ mit einem tschechischen Paar. Das ist wohl dort ein bekanntes Spiel.

Etwas lesen (aber nicht zu viel, nicht dass das Buch zu früh fertig ist) und schlafen und dann war es dann etwa 16.00 Uhr, so dass ich langsam loslegen konnte. Nach gut einer Stunde kamen wir (Paar aus Auckland und ich) bei der Passage an. Aber die war harmlos. Kurz die Schuhe ausgezogen ging das Ruck-Zuck.

Inzwischen regnete es schon intensiver und als wir bei der Awaroa Hütte ankamen, waren wir auch schon angenehm nass. Kalt war es nicht, aber nass. Die Hütte war vollgestopft mit Leuten und der Ofen an, also so richtig aufgewärmt.

Ja, der heutige Tag war nicht sehr spektakulär. Wenn die Sonne nicht da ist, dann gibt es kein Gold und kein Türkis an den Beaches und der Himmel ist nicht blau. Alles was bleibt ist der grüne Regenwald. =)

Der Wetterbericht des Hüttenwartes sagte 100mm Regen für die Nacht voraus, was wohl ziemlich viel ist. Aber es war auch ziemlich heftig. Es stürmte. Einige nahegelegene Zeltbewohner zogen es vor, in der Hütte am Boden zu übernachten anstatt die Überreste des Zeltes zu suchen.

Flut anstatt Ebbe
Es regnete am Morgen noch immer. Die heikle Passage, die es direkt neben der Hütte zu überqueren galt war voller Wasser. Das Lustige daran, es war Ebbe. Die beiden „Bächlein“, die wohl eher ein Fluss waren, brachten so viel Wasser von den Hügeln, dass eben das ganze Becken voll war anstatt leer. So ging dann bald die Nachricht um, dass wir nicht queren können.

Für die Einen war das doof, für die Anderen weniger schlimm. Für mich war es nicht akzeptabel. Für mich war klar: Great Walk beenden. Viele hatten ein Wasser-Taxi von der nächsten „Ortschaft“ gebucht. Für diese gab es dann eine andere Option. Am ganzen Tag fuhr genau EIN Boot auf dem ganzen Track. Zur Erinnerung: An anderen Tagen wären es Hunderte. Dieses Boot fuhr aber erst am Nachmittag, wenn sich das Wetter bzw. das raue Meer etwas erholt hat. Die Option war vorhanden, dass man im nächsten Ort landen könnte, aber keine Garantie. Ich wäre lieber eine Nacht länger in der Hütte geblieben, als den Track vorzeitig zu beenden.

So kam es, dass ich das machte, was sonst niemand machte. Ich querte die Passage mit Hilfe eines DOC-Hüttenwartes, der zum nahegelegenen Parkplatz wollte. Die tiefste Passage war Bauchnabel-tief (eben, bei Ebbe, versteht sich) und ich musste den Rucksack über dem Kopf tragen. Aber eine Strömung war nicht vorhanden und die Wellen hatten sich in der letzten Stunde genug abgeflacht. Also, es war kein Problem.

Sonne ja, Wind auch
Der Tag präsentierte sich dann bald wieder sonniger. Aber windig blieb es bis zum Schluss. So richtig schöne Beaches wie am ersten Tag habe ich keine mehr gesehen, aber goldiger Sand zu Hauf. Nördlich dieser Ortschaft, an den Namen ich mich gerade nicht erinnern kann, wurden die Leute weniger. Viele hören frühzeitig auf und nehmen das Wassertaxi, das weiter nördlich nicht mehr fährt. Mir gefiel das, so hatte ich den breiten Wanderweg für mich. Bei der Mutton Cove Beach habe ich dann die ersten zwei Seehunde (Seals) gesehen. Die waren aber beide sehr müde und ausser mich anfauchen hatten sie nichts auf dem Programm.

Ich machte dann noch einen Abstecher zum Separation Point, wo man normalerweise auch Seehunde beobachten kann. Ich sah leider nur zwei dort, aber immerhin. Aber die wollten mir auch kein interessanteres Programm bieten. Es war extrem windig hier. Zwei Meere fliessen hier zusammen und man konnte es an den Farben im Meer irgendwie erkennen.

Eine Stunde später war ich bei der letzten Hütte – Whariwharangi (ausgesprochen: Färifärängi) angekommen. Eine aussergewöhnlich historische Hütte. Richtig altertümlich. Diese Hütte diente mal als Haus für ein paar Siedler. Nachdem das Feuer endlich brannte, spielte ich mit Tim (Australier) eine Runde Schach. Dass er gelegentlich als Schach-Trainer fungierte, sagte er mir erst während dem Spiel. Erwartungsgemäss habe ich verloren.

Perfekter Tag zum Schluss
Der letzte Tag war super sonnig und ohne Wolken. Nur waren es nur noch gut eine Stunde zu laufen von der Hütte. Tim und ich machten zwar noch einen Abstecher zum Taupo Point aber nichts Erwähnenswertes dort. Wir fanden noch zwei Geocaches auf dem Weg. In der Nähe des Parkplatzes habe ich noch mit einem Kiwi geredet, der dort mit seinem Boot ankerte. Sein Mast hat es gestern gebrochen – also es hat wohl ziemlich gestürmt. Um 11.30 Uhr fuhr der Bus zurück nach Nelson – mit zwei Mal umsteigen. ;)

Samstag, 25. Dezember 2010

Fröhliche Weihnachten

Philippe, Julie et moi vous souhaitons un bon noël!!

Magnifique, formidable, merveilleux!

Der 23. Dezember präsentierte sich vom feinsten Wetter. Ein krasser Kontrast zum Vorabend. Wir freuten uns riesig auf unsere 3-Tages-Wanderung. Wir fuhren hoch bis zum Mt Robert Parkplatz. Von dort starteten wir die Wanderung und wählten die Route über den Rücken um zur Angelus Hütte zu gelangen. Ich war im ersten Anstieg vor allem mit Geocaching beschäftigt. Als wir dann die Steigung mehr oder weniger überwältigt hatten und auf dem Rücken unterwegs waren, genossen wir die grandiose Aussicht über die Region und die Wolkenspiele am Himmel.


Um 12.31 Uhr legten wir einen Lunch-Stopp ein wo ich mich vor allem über meinen neuesten Brot-Kauf ärgerte. Es war irgendwie nicht so toll. Mit Salami gings aber gut runter.

Der Weg wurde immer interessanter und bald ging es mehr um Steine-hüpfen als eigentliches Wandern. Deswegen benötigte man auch einiges länger um an Distanz zu gewinnen. Aber die Aussicht entschädigte immer wieder. An einem Punkt beobachteten wir ein Segelflugzeug das in der Nähe ein paar Kurven drehte. Nach Stunden kamen wir rauf auf einen Hügel und dann konnten wir erstmals zur Hütte sehen und das war irgendwie ein toller Moment. Erstens war es gutes Wetter, zweitens war die Hütte direkt am See platziert und drittens war es einfach ein tolles Bild. Zu alledem spielte sich irgendwie etwas Komisches um die Sonne herum ab. Die Sonne war umgeben von einem Ring, irgendwie sah es aus wie ein Regenbogen, war es aber nicht – ein perfekter Kreis. So was habe ich noch nie zuvor gesehen.


Eine halbe Stunde später wurden wir in der Hütte freundlich begrüsst von Jungs aus Israel und einem Kanadier. Ziemlich lustige Truppe, wie sich heraus stellte. ;=) Es war ja so herrlich sonnig und der See lud fast ein zu einem Bad. Ich überredete dann noch Philippe und so gab es auch für mich kein Zurück mehr. Ruck zuck waren wir im See und genau so schnell auch wieder draussen. Erfrischend war es allemal, aber zum länger Baden definitiv zu kalt.

Danach war ich wieder mal mit Holz spalten beschäftigt und das Feuer in Betrieb nehmen. Ich bekam Unterstützung vom Kanadier, der sich aber zuerst mit einer Spielzeug-Axt versuchte, bevor ich die richtige Waffe doch noch fand.

Den Abend verbrachten wir mit Pasta essen, UNO und „Arschloch“ spielen.

Erinnerungen kamen hoch
Der Wetterbericht für den 24. war nicht gut. Und am Morgen zeigte sich das dann auch! Regen und Wind und das ziemlich stark. Und auf 1650 M.ü.M. war es auch nicht sonderlich warm. Es war etwa das Bild, das ich von der Tongariro Crossing in Erinnerung hatte. Mich brachten eigentlich keine zehn Pferde da raus. Ich war dann sehr schnell damit einverstanden, nochmals eine Nacht in der gleichen Hütte zu verbringen.

Um die Zeit ein bisschen zu vertreiben, habe ich ein eigenes Schachbrett mit Spaghetti, Zundhölzern und UNO-Karten gebastelt. Es schien mir jedenfalls Glück zu bringen. Ich gewann einmal und das zweite Mal erreichten wir ein Unentschieden.


Das Wetter blieb bis am Mittag sehr, sehr schlecht. Ab dann liess der Wind ein bisschen nach und zwischendurch konnte man sogar blauen Himmel sehen. Das reichte, dass wir doch noch unsere Beine bewegen konnten. Wir gingen raus in den immer noch starken Wind. Ich hatte einen Geocache als Ziel. Julie zog aber den Weg zurück zur Hütte vor. Philippe machte sich derweil auf, einen Gipfel zu erklimmen. Ich folgte dann später Philippe und traf ihn ganz zuoberst. Die Aussicht hielt sich auch in Grenzen, aber wenigstens regnete es nicht. Die schwarzen Wolken luden aber nicht auf eine grosse Wanderung ein und so zogen wir es vor, so schnell wie möglich zurück zur Hütte zu kommen.

Weisse Weihnachten
Wie sich das gehört, muss es auch Schnee geben am 24. Dezember. Und so war es auch dieses Mal. Jedenfalls bin ich zufrieden damit es Schnee nennen zu können, obwohl es nicht ganz richtig ist. ;) Weiss war es allemal.


Ich hatte dann für den Abend noch Weihnachts-Schokolade für jedermann dabei, Weihnachtshüte für Julie und Philippe und drei Steaks für unser Abendessen. Es war ja schliesslich Weihnachten. Eine Bratpfanne konnten wir glücklicherweise vom Hüttenwart ausleihen. :=) Mit Kerzenlicht und „Arschloch“ spielen endete auch dieser Abend.

Langer Weg zurück
Da wir sozusagen einen Tag ausgesetzt hatten, mussten wir heute dementsprechend mehr laufen. Wir wählten den Cascade Track runter zum See. Innert kürzester Zeit ging es viele Höhenmeter runter, über Stock, Wasser und Stein. Einmal unten wurde dann auch der Weg besser und es ging dann mehr um Distanz zurücklegen. Den Lunch-Stopp legten wir bei der Coldwater-Hut und den millionen Sandfliegen ein. Dies wäre eigentlich die Hütte gewesen, wo wir am Vortag übernachten wollten. Wir fahren aber froh, in der Angelus Hütte geblieben zu sein, denn diese hier war sehr klein und eben, voller Sandfliegen.

Von hier dauerte es nochmals zweieinhalb Stunden bis zum Van/Auto und wir waren alle froh, als wir dort ankamen. Es war eine sehr tolle Wanderung und vor allem noch mit einem anspruchsvollen Wanderweg, keine Autobahn wie auf den meisten Great Walks.

Erkenntnisse
- Ich habe viel von meinem Französisch vergessen. Aber mit der Zeit gings immer besser. ;=)
- Philippe’s 12-24mm Objektiv ist einfach genial!
- Ein Ruhetag vor der nächsten Wanderung wäre toll.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Und plötzlich war wieder was los!

Manchmal geht es schneller als man denkt. Kurz nachdem ich meinen Bericht geschrieben hatte, trudelte ein E-Mail von Philippe ein. Ich hatte die Beiden schon mehrmals per SMS versucht zu erreichen und schlussendlich ein E-Mail geschrieben. Ohne lange zu überlegen, sass ich 5 Minuten später im Van und fuhr zum Ort, wo sich die Beiden befanden. Auf dem Queen Charlotte Scenic Drive regnete es noch immer in Strömen und die Strasse sah auch dementsprechend aus – nämlich so, dass sie für Regen nicht vorbereitet ist...
Es stellte sich dann heraus, dass Philippe mir die falsche Nummer aufgeschrieben hat. Kein Wunder haben sie nie ein SMS erhalten. ;)

Auf dem Campingplatz angekommen, habe ich sie dann getroffen und alles war wieder gut – sogar die Sonne zeigte sich wenig später. Ende der Regenzeit?

Zu Fuss unterwegs auf dem Queen Charlotte Track
Am Nachmittag fuhren wir mit meinem Van zum „Ende“ des Queen Charlotte Track von dort sind wir zu Fuss etwa eine Stunde gelaufen zu einem Beach. Der Wanderweg dort war wortwörtlich überflutet und es ergaben sich einige spektakuläre Bilder, die man wohl nie beobachten kann (denn es regnet normalerweise nicht so, wie in den letzten Tagen).


Ich habe dann, wie sich das langsam gehört, Philippe und Julie ins Geocaching eingeführt. Philippe hat den Cache als Erster gefunden. Wir fanden auf dem Weg zurück zum Campingplatz noch 2 mehr. ;=)

Glühwürmer
Es gab auf diesem Zeltplatz wie eine Attraktion. Einen Wanderweg zu einem Wasserfall und Glühwürmer. Philippe und ich dachten wir könnten da schnell hingehen. Aber glücklicherweise bekamen wir Unterstützung von Einem, der den Abend vorher schon war. Mit Stirnlampen ausgerüstet wanderten wir auf dem fast nicht existenten Wanderweg los. Eben, es regnete die letzten Tage und das merkte man auch hier, so blieben die Füsse nicht trocken. Den Weg musste man kennen, sonst hätte man keine Chance gehabt. Dann kamen zu den Glühwürmer. Ziemlich eindrücklich, wie viele sich da an den Felsen rumtummelten. Wenn man mit dem Finger ran ging, bewegten sich die Würmer und der „Leuchtpunkt“ mit ihnen. Ziemlich lustig. Den Weg zum Wasserfall ersparten wir uns, wäre in Dunkelheit und mit den Wassermassen zu gefährlich gewesen. Auf dem Weg zurück machten wir noch ein paar Foto-Experimente.


Mit dem Bike unterwegs auf dem Queen Charlotte Track
Das Wetter hielt sich in Grenzen. Es sah eigentlich nach einem guten Tag aus, aber die Sonne wollte dann trotzdem nie so richtig kommen. Eines war aber sehr gut, es regnete nicht! Wie auch immer, wir mieteten direkt vom Zeltplatz drei Bikes.
Fachmännisch am Van befestigt und eines auf der Matratze platziert, fuhren wir auf der wasserbeschädigten Strasse zu einem neuen Teilstück des Queen Charlotte Tracks. Dort sind wir mit unseren Bikes gestartet.

Joa, also, es war ganz schön steil. Und der Boden war von den nassen Tagen zuvor derart aufgeweicht, dass man das Bike mehr den Berg hoch stossen musste als fahren. Die Wanderer hinter uns waren jedenfalls schneller. Was man rauf geht, muss man auch wieder runter und diese Abfahrten waren auch ganz interessant. Julie war gar keine Bikerin (ich im Vergleich schon) und fand es irgendwann nicht mehr so lustig. Zur Entschädigung hatten wir zwischendurch aber wieder eine ganz nette Sicht auf die Marlborough Sounds.

Wir waren dann nach 2-3 Stunden froh, als wir wieder zu einer richtigen Strasse kamen. Dort haben wir Lunch eingelegt und eine Schachpartie mit Philippe mit den überdimensionalen Figuren durfte auch nicht fehlen.

Der Weg zurück zum Van machten wir auf der richtigen Strasse und waren natürlich etwas schneller. Cancellara hat Armstrong mehrmals ohne Probleme abgehängt.


Umbuchen, wegen mir
Die Beiden hatten für die nächsten Tage (Weihnachten) geplant, im Nelson Lakes Nationalpark eine Wanderung zu machen und hatten dementsprechend die Hütte schon gebucht gehabt. Ich wollte ja eigentlich dasselbe machen, nur hatte ich noch nicht gebucht. Jedenfalls konnte ich sie überreden, ihre Pläne einen Tag vorzuverlegen, damit es in mein grösseres Programm passt. :=) Somit war klar, dass wir am 23./24./25. Dezember im Nationalpark wandern würden.

Regen, was sonst?
Doch nicht Ende der Regenzeit. Als wir das sonnige Picton verliessen und uns aufmachten in Richtung Nelson Lakes bahnte sich das Unvermeidbare an. Eine riesige schwarze Wand war genau dort, wo wir hinfuhren. Der kleine Mietwagen legte die Strecke etwas schneller zurück und als ich am See ankam hatten sie ihr Zelt bereits aufgestellt und sassen im Auto. Es regnete auch wieder. Eine halbe Stunde später waren wir alle in meinem Van, sassen am Tisch, kochten und genossen die trockene Umgebung. ;) Eine Stunde später war aber vorbei mit dem Spass und wir wurden weggeschickt, weil wir dort nicht übernachten durften. Zelt abbauen, in den Van schmeissen, 700m fahren, Zelt aufbauen, schlafen...