Mittwoch, 2. Februar 2011

Letzter Great Walk

Um das vorne weg zu nehmen, ich habe mit der letzten Wanderung meine 2. Mission – alle Great Walks zu absolvieren – erfolgreich gemeistert. Der 60km lange Kepler Track war sehr abwechslungsreich und noch einmal verschieden, von den bisherigen Great Walks.

Tag 1
Ich hoffte auch auf dieser Wanderung wieder auf gutes Wetter. Aber so sah es am ersten Tag noch nicht aus. Es war sehr bewölkt und hätte jeden Moment anfangen können zu regnen. Aus diesem Grund hatten wir auch gar keinen Stress, bis wir einmal starteten. Von den Control Gates des Te Anau Sees bis zum Zeltplatz benötigten wir etwa 1 1/2 Stunden und von dort stieg es dann an. Es wurde nie so richtig steil, aber ich kam deswegen doch ab und zu an den Anschlag und fragte mich, wo Adi die Energie her hat... ich konnte ihn wenigstens einmal stoppen um etwas zu trinken.
Kurz bevor wir aus dem Wald kamen, zog ich die Wind/Regenjacke an, denn ich wusste, wie es auf dem Bergrücken abgehen würde. Es windete und regnete inzwischen. Adi hielt es noch nicht für notwendig. 50 Meter später fing es dann eben an und auch Adi musste jetzt seine Jacke auspacken.
Die nächste gute halbe Stunde dauerte ewig, weil es sehr stark windete und regnete. Es war eigentlich ziemlich unangenehm. Wenigstens war die Sicht nicht ganz so schlimm. Wir kamen dennoch völlig nass bei der Hütte (Luxmore Hut) an und hatten nichts dagegen, am Tagesziel angekommen zu sein.
Zum Abendessen gab es ein Champignon-Risotto mit Zwiebeln und Zucchetti.

Adi’s Kommentar: „Super Wätter!“

Tag 2
Das Wetter war sonnig und blauer Himmel, aber auch einige Wolken. Wir besuchten aber zuerst noch die Luxmore Cave, die nur 10 Minuten von der Hütte entfernt war. Es war allerdings ziemlich rutschig und wir konnten nicht weiter als 30 Meter rein gehen.
Dann ging es aber mit der richtigen Wanderung los. Zuerst einmal ging es hoch bis zum Mt Luxmore, wo wir noch auf den Gipfel stiegen (oder rannten). Die Aussicht war sehr gut und das Bild änderte sich ständig, weil die Wolken so schnell wanderten. Es windete übrigens ziemlich stark hier oben und ich glaube sogar Adi war froh, dass er Handschuhe dabei hatte.
Die nächsten 2 Stunden auf dem Weg waren spektakulär, weil es meistens auf dem Rücken entlang führte. Die Berge rundherum war alle Grasbewachsen und irgendwie rundlich, aber nicht ganz rund. Aber auch nicht do steinig. Wie auch immer – es sah einfach gut aus. Da es ziemlich stark windete und auch ziemlich kalt war, kam es, dass wir sogar Schnee im Gesicht hatten. Aber das Zeugs blieb natürlich nicht haften, weil ja die Sonne auch noch gleichzeitig schien – vier Jahreszeiten in einem Tag sozusagen.

Dann ging es runter in Richtung Hütte (Iris Burn Hut). Und da es ja ein Great Walk war und nicht der Dusky Track, windete sich der Weg runter in vielen, sehr vielen 180° Kurven. Meine Schätzung zuoberst war 75 Kurven, Adi’s Schätzung war 60. Ich fand meine Zahl schon übertrieben. Aber am Schluss waren es 90!!

Adi hatte noch nicht genug vom Laufen und so haben wir noch den nahen Fluss angeschaut, der nicht sehr speziell war. Der Schiefer-Stein-Wettbewerb ging unentschieden aus.

Dann kam noch der Wasserfall-Weg, den wir auch noch machten. Ich war schon vornerein skeptisch, über den Wasserfall am Ende. Wir machten die 15 Minuten ein Weg trotzdem und wir fanden sogar einen Wasserfall.

Beat’s Kommentar zum Wasserfall: „Was esch das?“, Adi’s Kommentar: „De Wasserfall esch sensationell gsi!“

Tag 3
Die angegebene Zeit war sechs Stunden. Der Weg war flach und es war klar, dass man dies unterbieten kann. Der Hüttenwart sagte schon, dass wenn man beim Shelter ankommt, kann man die Zeit verdoppeln. Wir kamen dann knapp nach 1 ½ Stunden bei der Picknick-Stelle an. Und wir haben nicht mal ausserordentlich viel Gas gegeben. Um noch etwas Sinnvolles an diesem Tag zu machen, haben wir neben dem Fluss ein Steinmannli gebaut. Es wurde ziemlich gross und als auch ich nicht mehr hochreichen konnte um mehr Steine zu platzieren, war Schluss.

Nochmals 3 Stunden zu bewältigen und jetzt hatten wir das Ziel, den gesamten Weg in unter 3 Stunden zu laufen, also 3 anstatt 6. Wir schafften das in einer Zeit von 2 Stunden und 53 Minuten. Natürlich waren wir immer noch viel zu früh für Abendessen, so schwammen wir im kalten See und assen unsere Lunch-Sandwiches.

Adi’s Kommentar: „S’Steimannli het sich i minere Kategorie „Grössi“ z’Oberst igordnet.“

Tag 4
Der letzte Tag wurde von der Landschaft her auch nicht mehr spektakulärer und es war mehr noch ein „Jetzt-laufen-wir-halt-auch-noch-den-Rest“-Weg. Es dauerte nochmals 3 Stunden (anstatt 5) bis wir wieder am Anfang waren, wo wir vor 4 Tagen begannen. Somit war der Kepler Track beendet und ich alle 9 Great Walks beendet. :-)

Kepler Challenge
Es gibt ein Rennen, wo man den ganzen Track in einem Wettkampf absolviert. Das ist jeweils am ersten Wochenende im Dezember und irgendwie habe ich schon beschlossen, dass ich das eines Tages machen muss. Ich muss wohl doch noch anfangen zu trainieren... aber gut, habe ich jetzt schon mal den Track gesehen.

Aussichten
Wir fahren nach Invercargill (wo wir hoffentlich die Schiebetüre reparieren können) und weiter nach Dunedin (Pinguine beobachten).

Kommentare:

  1. sinder au noimmet gsi wo herr der ringe dreit worde isch?

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  2. Mhh, ich glaube wenn mer ned mol alli 3 Teil gseh het, denn muess mer das ned mache. ;)

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