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Dienstag, 22. Februar 2011

Erdbeben in Christchurch

Unglaublich! Gestern zur Mittagszeit (!) gab es erneut ein Erdbeben in Christchurch mit der Stärke 6.3. Diesmal war das Beben aber näher am Stadtzentrum und nur in 5km Tiefe. Gebäude, die seit dem 4. September 2010 bereits angeschlagen waren, bekamen jetzt wohl noch den Rest.

Das Schlimme ist aber, dass es zur Mittagszeit passierte und die ganze Stadt voller Leute war. Bereits jetzt redet man von mehr als 60 Toten...

Unvorstellbar, wenn ich denke, dass Adi und ich erst noch vor einigen Tagen zusammen durch die Innenstadt liefen und zum Beispiel auch mehrere Male bei der Kathedrale vorbei kamen....


Ich versuche auch so bald als möglich mit Alistair und seiner Familie Kontakt aufzunehmen, ob alles in Ordnung ist bei Ihnen. Ausserdem befinden sich auch noch Ofer und Raviv (Israel) in Christchurch.

Sonntag, 13. Februar 2011

Ein einmaliges Erlebnis zum Schluss!

Wie langweilig wäre es doch, den letzten Tag nur in Christchurch und am Flughafen zu verbringen. Da gibt es viel Bessere Dinge, die man hier machen kann. Wir haben uns zum Schluss noch ein Leckerbissen aufgespart - DELFIN SCHWIMMEN. Das kann man in Kaikoura machen.

Morgens um 05.00 Uhr waren wir bereits wach und assen Früchtebrot. Um 05.15 Uhr mussten wir nämlich schon da sein. Es ging dann nicht lange und da mussten wir uns in einen Neopren-Anzug einkleiden. Schnorkel und Maske und Flossen durften natürlich auch nicht fehlen. Nach einer 10-minütigen Busfahrt gelangten wir zu unserem Boot.

Es war ja noch früh am Morgen und deshalb war auch die Sonne noch nicht aufgegangen. Während den nächsten 15 Minuten durfte ich dann wohl der schönste Sonnenaufgang während meiner 7 Monate Neuseeland geniessen - wunderbar. Als dann im rötlichen Licht auch noch einige Delfine anfingen zu springen, war der Moment perfekt.

Aber das war natürlich noch nicht alles. Wenig später mussten wir uns wasserbereit machen und nach dem Horn-Signal gings los ins kühle Nass. Was dann passierte, kann man in Worten nur schlecht ausdrücken - das muss man erlebt haben. Delfine überall. Plötzlich taucht einer direkt neben dir auf und du erschrickst, aber nur beim ersten Mal, weil das war ab jetzt der Normalfall. Sie schwammen auch direkt auf dich zu. Unzählige von Delfinen. Man musste ständig Geräusche in den Schnorchel machen, das lockte die Delfine an. Hatte man mal einen Spielgenossen, konnte man Kreise drehen und er Delfin machte dasselbe... es war einfach nur gigantisch.

Beim zweiten Wassergang tauchte ich ein ins Wasser und sah auf einen Blick wohl ein Dutzend Delfine. Dumm nur, dass dann der ganze Schwarm nur vorbeischwamm und nicht wirklich an uns interessiert wat. Dieses Mal dauerte es nur 5 Minuten und wir mussten zurück zum Boot.

Der dritte und letzte Wassergang war nochmals richtig toll mit etlichen von Delfinen. Die Delfine heissen Dusky Delfine und sind wirklich sehr verspielt. Einfach einmalig das Ganze, ich kann es nur immer wieder sagen.


3. Mission
Nach den Delfinen mussten wir noch 2 1/2 Stunden nach Christchurch fahren. Dort besuchten wir Alistair und ich konnte sogleich auch meine 3. Mission zu 100% abschliessen. :=)

Bye Bye New Zealand
Und nun sind wir am Flughafen und haben bereits unsere 51.3 Kilogramm eingecheckt und warten jetzt noch eine Stunde bis wir boarden müssen. Nach 7 Monaten Neuseeland ist jetzt Schluss und es war eine geile Zeit, die ich nicht missen möchte. Die letzten 4 Tage mit schönem Wetter haben noch einen sehr schönen Abschluss ergeben.


CH-Nummer
Da ich nun Neuseeland verlassen werde, könnt ihr alle die NZ-Natel-Nummer löschen und wieder mit meiner CH-Nummer ersetzen. Wer sie nicht hat, hat genügend Möglichkeiten mich zu kontaktieren.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Der Van ist verkauft!

Das Ende
Es hat mich jemand versucht aufs Handy anzurufen (natürlich bezüglich Van) und am Dienstagnachmittag rief ich zurück. Es war Mathieu. Sie seien an meinem Van interessiert und ich sagte, dass er ihn sofort anschauen könne. Also fuhren Adi und ich in die Stadt und 20 Minuten später trafen wir Mathieu und Lina (französisches Paar).

Er hatte eine Ahnung von Autos und wusste auch, was man von einem 25-jährigen Gefährt erwarten kann und was nicht. Sie waren sehr positiv überrascht vom Van. Dies war der 4. Van den sie bisher gesehen hatten und klar der Beste! Sie hatten aber noch einen anderen Van zum anschauen und würden uns nachher Bescheid geben.

Um 19.00 Uhr war klar, sie wollen den Van. Also machten wir für den nächsten Morgen ab, um das Finanzielle zu regeln und den Van umschreiben lassen. Eine halbe Stunde später haben wir sie jedoch auf der Strasse getroffen (Christchurch ist ja klein...) und sind dann mit ihnen noch ein paar Bier trinken gegangen (natürlich, ich habe bezahlt).

Nächster Morgen wollten sie die Online-Überweisung direkt auf mein Schweizer Konto machen – aber leider funktionierte das nicht. Der Gang auf die Bank viel auch nicht viel Positiver aus. So habe ich im Moment noch nicht alles Geld, aber der Glauben und das Vertrauen, dass ich es kriege.

Wir fuhren dann auf den Flughafen und Adi und ich versuchten ein Auto zu mieten. Das ist ja normalerweise eine schnelle Sache. Dachten wir. Europcar, Hertz, Avis, Thrifty, Omega, … wie sie noch alle heissen – keine Autos mehr verfügbar – alles ausgebucht. Na toll! Dank der Touristeninformation kamen wir dennoch zu einem Auto. Wohl das Letzte und auch nicht das Billigste. Dafür ein extrem umweltfreundliches – mit Hybrid Motor. Von meinem Van zu diesem Auto – ein krasserer Unterschied gibt es wohl nicht.

Zurück auf dem Parkplatz stand noch immer der Van und jetzt konnten wir alles unser Gepäck in das „kleine“ Auto verfrachten und dann ... ja, dann ... musste ich mich von meinem lieben Van verabschieden. Die offizielle Schlüsselübergabe fand statt und Mathieu und Lina fuhren davon. In meinem ... ähm, ihrem Van. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall eine sehr schöne Zeit in Neuseeland und viel Spass mit dem Van!


Der Anfang
Ich hatte seit einigen Tagen Kontakt mit Daniel (Deutscher), der Interesse an meinem Van hatte. Zum ersten Mal letzten Donnerstag. Wir haben fast täglich mit einander geschrieben und es stellte sich heraus, dass er ihn wirklich will. So haben wir im Regen an der Westküste entschieden, extra wegen Daniel (weil er den Van so früh wie möglich wollte) nach Christchurch zu fahren.

In Christchurch am Montag angekommen, den Van komplett ausgeräumt, geputzt und unsere sieben Sachen (Ich 6, und Adi 1) gepackt. Am Dienstagmittag, wollte Daniel einen Mechanik-Check mit dem Van machen. Kein Problem – es kam dabei nichts heraus, das ich Daniel nicht schon im Voraus gesagt habe. Aber damit war er wohl noch nicht zufrieden und wir fuhren noch zu einem richtigen Mechaniker. Der meinte, die Bremsen kosten vielleicht $250 zu reparieren. Und alles Andere, das in der Zukunft liegt, wie Rost und Kupplung, was bei einem 25-jährigen Van wohl so kommt irgendwann, kann man halt nicht voraus sagen. Aber Daniel konnte es trotzdem … na ja, es kam so, wie ich nicht geplant hatte (ich hatte nur Plan A: Daniel) und er sagte, er wolle ihn nicht. Interessant dabei ist, dass er den Van innen drin nie anschaute. Zwei Stunden vorher sagte er noch, dass er genau so einen Van von der Ausstattung haben wollte. Er schaute ihn nie an, interessierte sich doch nicht dafür und über den Preis redeten wir nie …

Schade ist, ich kann hier mit Schreiben nicht ausdrücken, wie wütend ich auf Daniel war. Seine Art in dem Moment konnte ich nicht verkraften und drückte das auch ihm gegenüber so aus. Ich schloss die Türen des Vans und fuhr los... und die nächste Strasse rein und rief Mathieu an.

Und zum Schluss
Zum Glück haben Mathieu und Lina nun den Van und nicht Daniel, weil er hat ihn definitiv nicht verdient!

Adi’s interessanter Kommentar: „Verchauft esch verchauft ond mer sötted eus au en Van zuetue i de Schwiiz.“

Montag, 7. Februar 2011

55 Stunden REGEN

Tja, ich habe eigentlich keine Worte. Sobald wir zur Westküste kamen, begann es an zu regnen. Aber nicht so leicht, das einem egal ist. So richtig stark. Und es hörte nicht mehr auf, für ganze 55 Stunden...

Ja, und was macht man so, wenn es immer regnet? Nichts - richtig. Beim Franz Josef Gletscher fanden wir ein Thermalbad wo wir einige Stunden verbrachten. Normalerweise macht man an der Westküste Wanderungen, Ausflüge, ... alles Dinge, für die man gutes Wetter braucht.

Dann, ein neuer Tag, es regnete noch immer. Ich sass ans Steuer und beschloss erst wieder anzuhalten, wenn die Sonne scheint. Dumm ... es dauerte 7 Stunden bis wir in Christchurch ankamen (weil ja der Arthur's Pass wegen zu viel Regen auch noch geschlossen war und wir via Lewis Pass einen Umweg fahren mussten) und es regnete auch dort. Dort blieben wir aber.

Und jetzt noch die Neuigkeit des Tages, wir werden heute den Van verkaufen (sofern er den Mechanik-Check überlebt). Und dann werden wir ein Auto mieten und mit dem die restlichen Tage (hoffentlich in der Sonne) herumkurven!

Übrigens, von der ganzen Westküste gibt es nur ein einziges Foto.

Sonntag, 23. Januar 2011

Adi ist angekommen!


Kaum in Neuseeland angekommen, sind wir einkaufen gegangen und haben die 3-stündige Fahrt bis zum Lake Tekapo angegangen...


Nun sind wir hier und werden wohl eine erste Wanderung machen. Das Wetter am ersten Morgen von Adi ist so gut, dass ich selber Probleme habe, mich zu erinnern, wann ich zum letzten Mal einen wolkenlosen Himmel gesehen habe.

Heute Abend gehts nach Queenstown und morgen beginnen wir mit der ersten Wanderung.