Mittwoch, 22. Dezember 2010

Und plötzlich war wieder was los!

Manchmal geht es schneller als man denkt. Kurz nachdem ich meinen Bericht geschrieben hatte, trudelte ein E-Mail von Philippe ein. Ich hatte die Beiden schon mehrmals per SMS versucht zu erreichen und schlussendlich ein E-Mail geschrieben. Ohne lange zu überlegen, sass ich 5 Minuten später im Van und fuhr zum Ort, wo sich die Beiden befanden. Auf dem Queen Charlotte Scenic Drive regnete es noch immer in Strömen und die Strasse sah auch dementsprechend aus – nämlich so, dass sie für Regen nicht vorbereitet ist...
Es stellte sich dann heraus, dass Philippe mir die falsche Nummer aufgeschrieben hat. Kein Wunder haben sie nie ein SMS erhalten. ;)

Auf dem Campingplatz angekommen, habe ich sie dann getroffen und alles war wieder gut – sogar die Sonne zeigte sich wenig später. Ende der Regenzeit?

Zu Fuss unterwegs auf dem Queen Charlotte Track
Am Nachmittag fuhren wir mit meinem Van zum „Ende“ des Queen Charlotte Track von dort sind wir zu Fuss etwa eine Stunde gelaufen zu einem Beach. Der Wanderweg dort war wortwörtlich überflutet und es ergaben sich einige spektakuläre Bilder, die man wohl nie beobachten kann (denn es regnet normalerweise nicht so, wie in den letzten Tagen).


Ich habe dann, wie sich das langsam gehört, Philippe und Julie ins Geocaching eingeführt. Philippe hat den Cache als Erster gefunden. Wir fanden auf dem Weg zurück zum Campingplatz noch 2 mehr. ;=)

Glühwürmer
Es gab auf diesem Zeltplatz wie eine Attraktion. Einen Wanderweg zu einem Wasserfall und Glühwürmer. Philippe und ich dachten wir könnten da schnell hingehen. Aber glücklicherweise bekamen wir Unterstützung von Einem, der den Abend vorher schon war. Mit Stirnlampen ausgerüstet wanderten wir auf dem fast nicht existenten Wanderweg los. Eben, es regnete die letzten Tage und das merkte man auch hier, so blieben die Füsse nicht trocken. Den Weg musste man kennen, sonst hätte man keine Chance gehabt. Dann kamen zu den Glühwürmer. Ziemlich eindrücklich, wie viele sich da an den Felsen rumtummelten. Wenn man mit dem Finger ran ging, bewegten sich die Würmer und der „Leuchtpunkt“ mit ihnen. Ziemlich lustig. Den Weg zum Wasserfall ersparten wir uns, wäre in Dunkelheit und mit den Wassermassen zu gefährlich gewesen. Auf dem Weg zurück machten wir noch ein paar Foto-Experimente.


Mit dem Bike unterwegs auf dem Queen Charlotte Track
Das Wetter hielt sich in Grenzen. Es sah eigentlich nach einem guten Tag aus, aber die Sonne wollte dann trotzdem nie so richtig kommen. Eines war aber sehr gut, es regnete nicht! Wie auch immer, wir mieteten direkt vom Zeltplatz drei Bikes.
Fachmännisch am Van befestigt und eines auf der Matratze platziert, fuhren wir auf der wasserbeschädigten Strasse zu einem neuen Teilstück des Queen Charlotte Tracks. Dort sind wir mit unseren Bikes gestartet.

Joa, also, es war ganz schön steil. Und der Boden war von den nassen Tagen zuvor derart aufgeweicht, dass man das Bike mehr den Berg hoch stossen musste als fahren. Die Wanderer hinter uns waren jedenfalls schneller. Was man rauf geht, muss man auch wieder runter und diese Abfahrten waren auch ganz interessant. Julie war gar keine Bikerin (ich im Vergleich schon) und fand es irgendwann nicht mehr so lustig. Zur Entschädigung hatten wir zwischendurch aber wieder eine ganz nette Sicht auf die Marlborough Sounds.

Wir waren dann nach 2-3 Stunden froh, als wir wieder zu einer richtigen Strasse kamen. Dort haben wir Lunch eingelegt und eine Schachpartie mit Philippe mit den überdimensionalen Figuren durfte auch nicht fehlen.

Der Weg zurück zum Van machten wir auf der richtigen Strasse und waren natürlich etwas schneller. Cancellara hat Armstrong mehrmals ohne Probleme abgehängt.


Umbuchen, wegen mir
Die Beiden hatten für die nächsten Tage (Weihnachten) geplant, im Nelson Lakes Nationalpark eine Wanderung zu machen und hatten dementsprechend die Hütte schon gebucht gehabt. Ich wollte ja eigentlich dasselbe machen, nur hatte ich noch nicht gebucht. Jedenfalls konnte ich sie überreden, ihre Pläne einen Tag vorzuverlegen, damit es in mein grösseres Programm passt. :=) Somit war klar, dass wir am 23./24./25. Dezember im Nationalpark wandern würden.

Regen, was sonst?
Doch nicht Ende der Regenzeit. Als wir das sonnige Picton verliessen und uns aufmachten in Richtung Nelson Lakes bahnte sich das Unvermeidbare an. Eine riesige schwarze Wand war genau dort, wo wir hinfuhren. Der kleine Mietwagen legte die Strecke etwas schneller zurück und als ich am See ankam hatten sie ihr Zelt bereits aufgestellt und sassen im Auto. Es regnete auch wieder. Eine halbe Stunde später waren wir alle in meinem Van, sassen am Tisch, kochten und genossen die trockene Umgebung. ;) Eine Stunde später war aber vorbei mit dem Spass und wir wurden weggeschickt, weil wir dort nicht übernachten durften. Zelt abbauen, in den Van schmeissen, 700m fahren, Zelt aufbauen, schlafen...

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