Mittwoch, 9. Februar 2011

Der Van ist verkauft!

Das Ende
Es hat mich jemand versucht aufs Handy anzurufen (natürlich bezüglich Van) und am Dienstagnachmittag rief ich zurück. Es war Mathieu. Sie seien an meinem Van interessiert und ich sagte, dass er ihn sofort anschauen könne. Also fuhren Adi und ich in die Stadt und 20 Minuten später trafen wir Mathieu und Lina (französisches Paar).

Er hatte eine Ahnung von Autos und wusste auch, was man von einem 25-jährigen Gefährt erwarten kann und was nicht. Sie waren sehr positiv überrascht vom Van. Dies war der 4. Van den sie bisher gesehen hatten und klar der Beste! Sie hatten aber noch einen anderen Van zum anschauen und würden uns nachher Bescheid geben.

Um 19.00 Uhr war klar, sie wollen den Van. Also machten wir für den nächsten Morgen ab, um das Finanzielle zu regeln und den Van umschreiben lassen. Eine halbe Stunde später haben wir sie jedoch auf der Strasse getroffen (Christchurch ist ja klein...) und sind dann mit ihnen noch ein paar Bier trinken gegangen (natürlich, ich habe bezahlt).

Nächster Morgen wollten sie die Online-Überweisung direkt auf mein Schweizer Konto machen – aber leider funktionierte das nicht. Der Gang auf die Bank viel auch nicht viel Positiver aus. So habe ich im Moment noch nicht alles Geld, aber der Glauben und das Vertrauen, dass ich es kriege.

Wir fuhren dann auf den Flughafen und Adi und ich versuchten ein Auto zu mieten. Das ist ja normalerweise eine schnelle Sache. Dachten wir. Europcar, Hertz, Avis, Thrifty, Omega, … wie sie noch alle heissen – keine Autos mehr verfügbar – alles ausgebucht. Na toll! Dank der Touristeninformation kamen wir dennoch zu einem Auto. Wohl das Letzte und auch nicht das Billigste. Dafür ein extrem umweltfreundliches – mit Hybrid Motor. Von meinem Van zu diesem Auto – ein krasserer Unterschied gibt es wohl nicht.

Zurück auf dem Parkplatz stand noch immer der Van und jetzt konnten wir alles unser Gepäck in das „kleine“ Auto verfrachten und dann ... ja, dann ... musste ich mich von meinem lieben Van verabschieden. Die offizielle Schlüsselübergabe fand statt und Mathieu und Lina fuhren davon. In meinem ... ähm, ihrem Van. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall eine sehr schöne Zeit in Neuseeland und viel Spass mit dem Van!


Der Anfang
Ich hatte seit einigen Tagen Kontakt mit Daniel (Deutscher), der Interesse an meinem Van hatte. Zum ersten Mal letzten Donnerstag. Wir haben fast täglich mit einander geschrieben und es stellte sich heraus, dass er ihn wirklich will. So haben wir im Regen an der Westküste entschieden, extra wegen Daniel (weil er den Van so früh wie möglich wollte) nach Christchurch zu fahren.

In Christchurch am Montag angekommen, den Van komplett ausgeräumt, geputzt und unsere sieben Sachen (Ich 6, und Adi 1) gepackt. Am Dienstagmittag, wollte Daniel einen Mechanik-Check mit dem Van machen. Kein Problem – es kam dabei nichts heraus, das ich Daniel nicht schon im Voraus gesagt habe. Aber damit war er wohl noch nicht zufrieden und wir fuhren noch zu einem richtigen Mechaniker. Der meinte, die Bremsen kosten vielleicht $250 zu reparieren. Und alles Andere, das in der Zukunft liegt, wie Rost und Kupplung, was bei einem 25-jährigen Van wohl so kommt irgendwann, kann man halt nicht voraus sagen. Aber Daniel konnte es trotzdem … na ja, es kam so, wie ich nicht geplant hatte (ich hatte nur Plan A: Daniel) und er sagte, er wolle ihn nicht. Interessant dabei ist, dass er den Van innen drin nie anschaute. Zwei Stunden vorher sagte er noch, dass er genau so einen Van von der Ausstattung haben wollte. Er schaute ihn nie an, interessierte sich doch nicht dafür und über den Preis redeten wir nie …

Schade ist, ich kann hier mit Schreiben nicht ausdrücken, wie wütend ich auf Daniel war. Seine Art in dem Moment konnte ich nicht verkraften und drückte das auch ihm gegenüber so aus. Ich schloss die Türen des Vans und fuhr los... und die nächste Strasse rein und rief Mathieu an.

Und zum Schluss
Zum Glück haben Mathieu und Lina nun den Van und nicht Daniel, weil er hat ihn definitiv nicht verdient!

Adi’s interessanter Kommentar: „Verchauft esch verchauft ond mer sötted eus au en Van zuetue i de Schwiiz.“

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