Samstag, 23. Oktober 2010

Waitakere Ranges

Am Freitag habe ich beschlossen, für sicher eine Nacht in die Waitakere Ranges zu fahren. Dieses Gebiet ist nur gerade etwas mehr als eine Stunde von mir entfernt und bietet perfekte Wandermöglichkeiten.

Es dauerte ein bisschen bis ich endlich abfahren konnte, aber um 14.00 Uhr gings dann richtig los. Der Verkehr hielt sich noch so in Grenzen (Problem: Labour Weekend, alle Neuseeländer haben am Montag frei und machen deshalb etwas übers Wochenende). Mein erstes Ziel war Henderson Valley, ein kleines "Dorf" am Rande der Waitakeres, dort haben Jennifer und Peter zuvor gewohnt. Nicht weit davon gab es eine schöne Beat-taugliche-mit-Wasserfällen-übersähte Wanderung. Bevor ich aber dort ankam, musste ich mich auf der Strasse zurecht finden. Das war gar nicht mal so einfach, denn die wegweisenden Schilder war doch sehr klein ...

Ich fand aber die Wanderung (Fairy Falls) auf Anhieb und versuchte dann zuerst noch ein paar Geo-Caches auf meinem iPhone zu finden. Aber der Empfang war derart schlecht, dass ich dieses Unterfangen gleich wieder beendete. Die Wanderung war toll, wie immer, grün und Regenwald-artig. Man könnte meinen, dass es ja immer gleich aussieht (und auch meine Bilder...), aber irgendwie ist es eben doch immer wieder neu und spannend. Nach etwa einer halbe Stunde kam ich um die Ecke und whuumm, da stand er. Ein riesiger Wasserfall. Ziemlich eindrücklich. Vor allem cool, weil man direkt am Grund war. Nach ein paar Fotos folgte ich dem Weg zum oberen Ende des Wasserfalls. Und dort war ich dann irgendwie gleich nochmals baff, weil es einfach so weiterging mit Wasserfällen. Es sahen zwar alle gleich aus, aber dass es gleich so viele sind, schon nicht schlecht. Nicht alle schafften es dabei in die "Gefällt-mir"-Rubrik. Mein Wasserfall-Standard ist halt schon hoch...

Ich fuhr dann weiter in den Westen in Richtung Piha, wo ich übernachten wollte. Ich nahm dann aber die Abzweigung nach Karekare und lief da an die Beach ... und jetzt kommts. Schwarzer Sand.
Schwarzer Sand - das ist irgendwie magisch, speziell, muss man gesehen haben. Warum ist der Sand schwarz? Das war mal Lava... feingerieben und der Sand ist wirklich extrem fein. Und ja, schwarz, oder sage mal, dunkel, ist irgendwie komisch an einer Beach. Kein Wunder hatte ich plötzlich viele Sujets für Bilder...

Weiter ging es nach Piha, wo es natürlich auch nochmals eine solche Schwarze-Sand-Beach hatte. Ich buchte mich auf dem Motor-Camp ein und vertrödelte die Zeit bis zum Sonnenuntergang mit einmal mehr einem sehr zeitaufwändigen Nachtessen. Piha war bekannt für seine Sonnenuntergänge und so war ich gespannt. Das Stativ stellte ich schon mal bereit... und wäre da nicht einfach eine Welle gekommen und mein Stativ fast mitgenommen hätte, würde es auch noch besser funktionieren, als mit Salz und Sand im Getriebe... wie auch immer. Der Sonnenuntergang war gut, aber nicht fantastisch. Ich verstehe einfach nicht, warum es über dem Horizont immer noch so einen blöden Streifen haben wo die Sonne dahinter verschwindet bevor es richtig spannend wird.

Am Morgen fuhr ich zu einer Wanderung unweit vom MotorCamp entfernt. Es hatte auch dort einen Wasserfall (Kitekite Falls) und ich erreichte den nach gut 20 Minuten. Mein Güte, da war derjenige gestern nichts dagegen. Mächtig gross. Die zwei Neuseeländer die auch noch gerade da waren meinten nur: "Ah, das ist ein Baby-Wasserfall...". Ja mal schauen, was ich noch so alles finden werde in Neuseeland.
Ich verlängerte meine Wanderung mit verschiedenen Wegen und war dann wohl etwa nach 2 Stunden wieder zurück.

Ich fuhr dann noch zum Auckland City Walk. Und wie der Name halt schon verrät, ist es ein touristischer Walk. Der Parkplatz war jedenfalls voll. Der Weg an sich war auch nichts spezielles. Ich war auch nur am Anfang auf diesem Weg und nahm dann die Abzweigung für einen grösseren Loop. Dies führte mich auch noch zu einem Damm-See (was aber gar nicht sehenswert war). Die ganze Wanderung dauerte auch nochmals 2 1/2 Stunden. Und irgendwie war ich danach ziemlich auf der "Schnore". Ich spachtelte dann ein paar meiner Lieblings-Frühstücks-Mittagessen-Nutella-Brote und las ein Kapitel in meinem Buch. Dann gings zurück in Richtung Auckland weil ich ja an diesem Wochenende noch Vieles zu tun habe.

Aber eines ist sicher, die Waitakere Ranges sind ein Must wenn man in Auckland ist. Und ich werde wohl für einen Tag oder so auch nochmals gehen und ganz im Süden noch eine Wanderung machen.

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