Sonntag, 1. August 2010

Skifahren auf einem Vulkan!

So, ich habe wieder etwas zu berichten. Ich bin am Freitagnachmittag zusammen mit Peter und Jesse in Richtung Süden losgefahren. Wir hatten eine längere Fahrt vor uns und deshalb durfte einen Halt in einer "Bakery" nicht fehlen. Wenn jetzt jemand denkt, das sei eine normale Bäckerei, ist weit gefehlt. Es gibt dort nämlich andere Dinge wie Sandwiches, ungesunde Süsse Dinge, aber auch Hot Dogs oder fettige Pouletflügeli. Also alles Mögliche, nur kein richtiges Brot - wie auch sonst in fast keiner normalen Bäckerei.

Es war schon dunkel, als wir an unserem Bestimmungsort ankamen. Eine Hütte im Nirgendwo, weit weg von Zivilisation und Natelempfang. Wir trafen dort auf Marie und Guy mit Gracey und Anna und auf Sally und Mal mit Ben (ich bin sicher, ich habe die Namen falsch geschrieben). Es loderte bereits ein nettes Feuer im Kamin - die umliegenden 2-3 Meter bildeten den mit Abstand wärmsten Punkt im ganzen Haus.

Als dann der Morgen anbrach, die Sonne über dem Horizont emporstieg und den Frost um das Haus erleuchtete ... es war magisch. Und weiter rechts am Horizont erblickte ich einen Vulkan (Mt Tongariro), eingehüllt in einem Schneekleid - atemberaubend. Ich zückte meine Kamera und bin sicher 5x mal raus und ins Haus um wieder die neuen Lichtverhältnisse auszunutzen.

Nach dem Frühstück fuhren wir zu einem Laden, wo wir unsere Ski-Ausrüstung mieten konnten. Ich brauchte Ski, Schuhe und Hosen. 30 Minuten später waren wir drei bereits unterwegs in Richtung Skigebiet, das am Vulkan Mt Ruapehu lag. Es hiess Whakapapa. Es war irgendwie schon ein witziger Gedanke, am 31. Juli skifahren zu gehen. :) Jedenfalls waren dann Peter und Jesse im "Happy Valley" anzutreffen, da Jesse noch nicht viele Male auf den Skiern stand. Ich machte mich dann mal auf in die Höhe um das ganze Skigebiet auszukosten.

Ich muss sagen, es gibt wohl mehr unerfahrene Skifahrer hier als sonst wo. Die Pistenverhältnisse lassen zu wünschen übrig und die Ski- und Sessellifte wären bereit für eine Renovation. Aber abgesehen von dem, war es doch recht cool, wortwörtlich! Das Wetter war am Morgen ziemlich sonnig und im obersten Teil blieb es auch so. Doch die Wolken drückten immer mehr den Berg hinauf.

Am Nachmittag war dann bald einmal Schluss mit Sonne und dann hatte ich echte Probleme. Die Pisten waren nicht so gut markiert und ich sah nichts mehr. Nur weiss überall. Zum Glück hatte es nicht so viel Schnee, so konnte man anhand der Felsen in etwa erahnen, wo die Piste sein sollte.

Es war ein toller Tag und ich habe die Sonne bis zuletzt ausgenutzt. Zurück in der Hütte spielten wir Ping-Pong und es gab dann Znacht. Wir hatten Kartoffeln mit Fleischsauce, Broccoli und Salat.

Heute wollte das Wetter nicht mehr mitspielen und es regnete nur und sah auch nicht nach Besserung aus. Wir entschieden uns gegen den Schnee und fuhren stattdessen zu einem nahegelegenen See (Lake Rotopounamu). Wir machten dann einen Spaziergang um diesen See. Leider regnete es die ganze Zeit und das nicht mal wenig.

Und was gibt es Besseres als einen "Hot Pool", nachdem man 1 1/2 Stunden im Regen herumwatschelte? Peter, Jesse und ich machten das auf dem Heimweg vom Spaziergang nach Auckland und genossen es richtig. Danach machten wir noch einen kurzen Stopp beim Lake Taupo, das in Wirklichkeit ein Krater eines Vulkans ist. Der See ist riesig und man kann kaum das andere Ufer erkennen. Dieser Vulkan muss gigantisch gross sein. Nicht weit davon entfernt ist der Abfluss des Sees, die Huka Falls. Ziemlich eindrücklich, wie viel Wasser sich dort durchdrängt.

So das wärs gewesen von meinem Wochenende - von der Skipiste in den Hot-Pool, oder von ca. -2° in 40°.

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