Montag, 13. September 2010

10 Stunden OL im Woodhill Forest

Das letzte Wochenende half ich Peter beim Organisieren eines Trainings am Samstag und einem Rogaine am Sonntag. Das Helfen bezieht sich eher aufs Posten setzen und einziehen. Am Freitag fuhren wir deshalb bereits einmal los um die Posten für das Training zu setzen. Es dauerte fast eine Stunde bis wir im Wald waren, denn der Abendverkehr setzte schon am Nachmittag ein...

Wir waren dann immer zusammen unterwegs. Ich trug die Posten und Peter die Flaggen. Ich weiss nicht, ob es daran lag, dass er mir nicht vertraute beim Posten alleine setzen oder was auch immer. Ich musste aber schliesslich zugeben, dass es ein ziemlich gutes System war, denn so mussten wir nicht noch lange Postenstandorte doppelt und dreifach überprüfen. Wenn 2 Karten lesen und zum selben Punkt kommen ist das schon ziemlich gut.

Nun gut, wir hatten noch einige Posten vor uns und merkten schon bald, dass wir es wohl nicht mehr schaffen würden bevor es dunkel wird. Deshalb liessen wir einige Posten im Wald aus und gingen zu den Sanddünen, wo es noch mehr Licht hatte. Nur war auch das bald vorbei. Wir konnten nicht einmal mehr die Karte lesen, die wir 20cm von den Augen entfernt hatten... der Weg zurück zum Auto schafften wir auch ohne Karte. :)

Training am Samstag
Bevor das Training anfangen konnte, mussten wir natürlich noch die fehlenden Posten setzen. Mit viel Licht ging das schon einiges Besser. Sogar im "Maze" (Labyrinth) kamen wir zurecht. Dort kommt man beinahe nicht vorwärts, fast wie im Dschungel und das Navigieren ist sehr anspruchsvoll.


Das Training war für den Club bestimmt und es kamen rund 25 Leute ans Training. Vom 10-Jährigen bis zum 60-Jährigen war alles vertreten. Wir trennten alle nach Erfahrung in 5 verschiedene Gruppen auf und jeder Coach bekam sein Gruppe. Meine Gruppe bestand aus 2 14-Jährigen, zwei etwa 30-40 Jährige und ein 60-Jähriger. Es war also sehr interessant, etwas beizubringen, das allen entspricht. Zu Beginn machten wir ein bisschen Feinorientierung mit Geländeformen und in einem zweiten Teil konzentrierten wir uns auf die Kompass-Technik. Es waren alle ziemlich begeistert, als sie Posten über eine längere Distanz direkt treffen. :) (Ich auch ...)
Das Training dauerte in allem von 10-14 Uhr. Und ich war meistens auch mit Ihnen unterwegs.



Posten setzen für den Rogaine
Danach hiess es einige Posten wieder einziehen - für alle hatten wir jedoch keine Zeit. Wir mussten nämlich noch die 30 Posten für den Rogaine am Sonntag setzen. Und diese 30 Posten waren über eine viel grössere Karte verteilt. Hier mussten wir uns aufteilen, sonst hätten wir es kaum geschafft. Eine zusätzliche Sicherheit gab mir Peter jedoch mit - ein GPS, wo er die Standorte vor einigen Wochen bereits fixiert hatte. Das heisst, als ich in der Nähe des Postenstandorts war, nahm ich das GPS hervor und konnte so prüfen, ob es stimmt. Natürlich war es nicht ganz genau, aber genug um es zu kontrollieren.
Nach 3 Stunden waren wir fertig und somit gerade bevor es zu dunkel wurde.

Ziemlich geschafft von all diesen Posten dauerte es nicht lange bis ich am Abend den Weg ins Bett fand...

Rogaine
Am Rogaine selber hatte ich nicht viel zu tun. Ich erhielt allerdings die Aufgabe, den OL-Neulingen in 10 Minuten das Wichtigste über OL zu erzählen, dass sie im Rogaine nicht verloren gehen. Ich habe die Truppe im Ziel gesehen, also alles bestens gelaufen... ;)

Während alle Leute unterwegs waren fuhr ich zum Trainings-Standort von gestern und sammelte die Posten ein, die wir noch nicht eingezogen hatten.

Posten einziehen
Glücklicherweise halfen uns beim Posten einziehen einige Leute mehr und so war ich "nur" noch etwa 1 1/2 Stunden unterwegs für meine Posten. Aber meine Beine hatten eigentlich nichts dagegen.

Abschliessende Gedanken
Ich finde diese Trainings hier, die sie haben, mit Coaches ziemlich gut. Wir haben das ja auch für unsere Dornefräser, aber wir sollten unbedingt auch etwas für die Älteren Leute (z.b. Eltern der Dornefräser) haben.

Der Rogaine faszinierte mich durch die einfache Organisation. Es braucht kein Schulhaus mit Strom, eine Garderobe und all das. Man stellt ein Zelt auf für die Anmeldung, ein Zelt für die Auswertung und fertig. Dann noch zwei Toiletten, wo man einfach schnell ein Loch ausgrabt und ein Stuhl mit Loch darüber, bedeckt mit einem Zelt, et voilà!
Das Interessante an der ganzen Geschichte ist, dass man sich so auf das Wesentliche, nämlich auf die Bahnen, konzentrieren kann. Dieses "WKZ" hat man in einer Stunde auf- und abgeräumt.
Das Problem in der Schweiz ist, dass man einen zu hohen Standard hat. Würde man so einen OL organisieren, müsste man die nächsten 2 Wochen im SOLV-Forum Stellung nehmen.

Das Beste zum Schluss
Wer erinnert sich an Spanien und Portugal, die ultra-schnellen Gelände. Das Dünengelände? Holland - High-Speed Gelände mit keinem Bodenbewuchs?
Warum so weit fahren, wenn man es hier direkt vor der Haustüre hat? ;)

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