Montag, 29. November 2010

Ostküste

Samstag, 27. November
Nach meiner Wanderung hatte ich mal ein paar Tage ohne “grosse” Wanderung verdient. Ich setzte mich in den Van und mein nächstes Ziel war die Ostküste. Ich musste dazu aber zuerst noch die Gravel Road zu Ende fahren. Dies fast geschafft, stieg doch tatsächlich mein Radio aus. Ich verstand die Welt nicht mehr. Zusätzlich auch meine digitale (!) Uhr im Van. Daraus schloss ich, dass das Problem wohl bei einer Sicherung liegen muss. Jedenfalls, ich fuhr dann ziemlich ruhig der Strasse entlang und dann fällt es einem so richtig auf, dass man alleine unterwegs ist – zu unheimlich ruhig im Van ohne Musik.

Ich übernachtete in einem Caravan Park in Wairoa an der Küste. Der Caravan Park war klein aber fein. Leider haperte es etwas am Internet und ich konnte nicht das machen was ich wollte/musste.

Sonntag, 28. November
Ich fuhr weiter der Küste entlang bis nach Gisborne, die einzige grössere Stadt weit und breit. Das einzige Problem war, dass es Sonntag war. Ich war überrascht, dass ich doch einige Dinge auf meiner Liste erledigen konnte. Ich bekam sogar neue Sicherungen die ich erfolgreich ausgewechselt habe (nachdem ich die Kaputte gefunden hatte). Der Radio funktionierte sogar wieder!! :=)

Ich war dann auch noch in einem Cafe mit Internet wo ich für eine Stunde noch das Internet nutzen konnte bevor auch die zu machten. Ich buchte noch schnell zwei Great Walks für auf der Südinsel zwischen Weihnachten und Neujahr… aber dazu gibt’s dann später mehr zu berichten.

Ich blieb dann nicht länger als nötig dort und fuhr weiter in Richtung östlichster Punkt Neuseelands – dem East Cape. Ich wollte eigentlich immer wieder zwischendurch anhalten und sagte mir ständig, ja, du machst dann ein Foto von der nächsten Beach. Irgendwann kam keine Beach mehr, weil die Strasse mehr im Inland war und plötzlich war ich schon fast da. Einzig eine 20 Kilometer lange Strasse bis zum Leuchtturm trennte mich noch davon. Halb halb war Gravel und asphaltiert. Ich war dann etwa um 19.00 Uhr beim Parkplatz und lief dann hoch. Die Sonne war schon bald am Untergehen.

Ein deutsches Päärchen hatte bereits ihre Schlafsäcke dabei und wollten direkt neben dem Leuchtturm schlafen. Drei Französinnen, die nicht für eine Übernachtung ausgerüstet waren, wollten in ihrem kleinen Mietauto auf dem Parkplatz übernachten. Ich war dann so nett und habe noch ein bisschen Pasta und Tee offeriert. Aber sie wollten meine Angebote nicht so recht annehmen. Die Decke, die ich ihnen zum Auto brachte, nahmen die jedoch mit Handkuss. ;)

Montag, 29. November
Ich schlief dann eben auch auf dem Parkplatz, um am Morgen einen hoffentlich tollen Sonnenaufgang am östlichsten Punkt mitzuerleben. Um 05.00 Uhr aufgestanden und auf den Hügel rauf gewandert, mussten wir allerdings noch etwas Geduld haben. Es war so fest bewölkt, dass man die Sonne nie ganz sah, aber um 05.45 Uhr konnte man sie wenigstens erahnen. ;) Es war trotzdem cool dagewesen zu sein.

Auf dem Weg in Richtung Westen und nach Whakatane habe ich sehr viel geocaching gemacht. Ist doch perfekt, wenn man einen langen Weg fahren muss und die Gegend nicht kennt. Dank Geocaching kommt man an die besten Plätze. Und dazu habe ich heute ein perfektes Beispiel erleben dürfen. Irgendwo hiess es bei einer kleinen Ausfahrt parken und dann einen kleinen Wanderweg einem Fluss entlang finden. Es stellte sich heraus, dass der Weg zwar ersichtlich war aber man den Bach mehrere Male überqueren musste (aber die Schuhe blieben trocken). Nach etwa 20 Minuten landete ich bei einem Wasserfall wo sich auch der Cache befand. Herrlich!!

In Whakatane angekommen war ich schon zu spät für die Touristeninformation und ich wollte ja noch Einiges machen wie zum Beispiel endlich einmal Internet, so dass ich alles wieder auf den aktuellsten Stand stellen konnte. Es kann dann so, dass ich mich in einem Backpacker Hostel einbuchte und ja, für morgen ist ein spezieller Trip geplant. Davon könnt ihr dann später lesen. =)

Lake Waikaremoana Track

Mittwoch, 24. November
Ich war mit der Wanderung im Whirinaki Forest nach dem Mittag fertig und so hiess es losfahren in Richtung Lake Waikaremoana. Die Strasse, die dorthin führte, war ein Abenteuer für sich. Alles in allem waren es 90 Kilometer Gravel Road und natürlich nicht eine gerade Strasse und auch nicht zu breit. Nicht gerade das, was man sich wünscht mit einem Van. Es dauerte dementsprechend auch lange, bis ich mal irgendwo war. Gut, hatte es unterwegs mal ein oder zwei Geocaches zu finden, so machte ich auch mal Pause. Ich kam dann bei der Touristeninformation circa 3 Stunden später an.

Umbuchung geklappt
Da ich diese Wanderung vorausbuchen musste (jedenfalls die Hütten) musste ich dies nun ändern. Ich hatte die Wanderung ursprünglich 5 Tage später geplant. Das klappte ohne Probleme und ich beschloss, die Wanderung bereits am nächsten Tag zu beginnen (also keinen Ruhetag). Alles super, wenn ich nicht noch aus der Touri-Info herausgestolpert wäre… so musste ich halt die Wanderung mit Pflaster antreten.

Water Taxi gebucht
Da dies wieder mal eine Wanderung war, wo man nicht am gleichen Ort endet wie man beginnt, musste ich mich noch um den Transport kümmern. Ich übernachtete im Motor Camp und dort konnte man auch gleich das Wasser Taxi buchen. So brachte mich das Taxi am nächsten Morgen um 09.00 Uhr an den Start und sollte mich am Samstag am Ende abholen.

Tag 1 – Steigung
Vom Start bis zur ersten Hütte gab es nur eine Richtung – bergauf. Man musste etwa 600 Meter Steigung überwinden und durfte dafür immer wieder die gute Aussicht über den riesigen See geniessen. Das Wetter war super und daher auch die Sicht gut! Ich absolvierte den ersten Tag in 3 anstatt 5 Stunden und hatte dementsprechend auch noch viel Zeit bei der Hütte bis es dann mal Abend wurde. Ich fing dann mal an Holz zu spalten und es auf der Wiese zu sonnen um es zu trocknen. Ich spaltete so viel, dass die Leute in den nächsten Tagen auch noch davon profitieren können. ;) Als Dank nahm ich einen Sonnenbrand mit auf den Weg...
Wir waren etwa 15 Leute in der Hütte und es hatte wohl niemand etwas gegen das Feuer. Eine ältere Gruppe war mit einem Guide (Führer) unterwegs der ihnen auch kochte. Ich freundete mich dann mit dieser neuseeländischen Gruppe etwas an, so dass ich dann noch den Resten des Abendessens erhielt. ;) Es war ziemlich gut. Zwei Stunden später musste ich dennoch etwas Spaghetti kochen, weil ich schon wieder Hunger hatte.
Für die Nacht schleppte ich eine Matratze in den Aufenthaltsraum und schlief vor dem Feuer.

Tag 2 – Der Wasserfall
Der zweite Tag wurde um einiges länger weil ich eine Hütte übersprang. Zum Glück – denn bei dieser kam ich schon nach 2 Stunden an (nur bergab). Danach wurde der Weg mehrheitlich flach, weil es meisten dem See entlang führte. Nach einer weiteren Stunde nahm ich den Abzweiger zum Korokoro Wasserfall. Die angegebene halbe Stunde brauchte ich schlussendlich auch. Der Weg war super, führte einem netten Bach entlang mit moos-überwachsenen Steinen darin. Genau dieses Bild schwirrte schon lange in meinen Vorstellungen herum. Ein Bach, mit fliessend Wasser auf dem Fotos, Jungle, grün-überwachsene-Steine – perfekt.


Der Wasserfall war dann auch noch sehenswert obwohl er ziemlich gross war. Die Umgebung passte einfach. Ich fand dann dass ich dort noch schnell schwimmen gehen sollte. Es war extrem kalt... kaum hatte ich die Füsse im Wasser spürte ich sie kaum noch weil es soooo kalt war. Es gab aber kein zurück mehr... den Kopf tauchte ich aber nicht. Zurück oben beim Lookout kochte ich mir einen Pfefferminz-Tee.
Der Tag war aber noch lange nicht fertig. Ich musste noch zur nächsten Hütte wandern und ich dachte, das ist ja schnell gemacht – der Weg ist ja nur flach. Da war er aber nicht. Es ging rauf und runter und irgendwann wurde ich auch müde. Das Wetter war auch nicht das tollste. Hatte die Sonne den ganzen Tag noch nie gesehen und gegen Ende fing es auch noch leicht an zu regnen… irgendwann hatte ich keine Geduld mehr und konsultierte die Karte. Gut, nicht mehr lange, aber noch genug… nach der letzten Steigung waren es noch 15 Minuten zur Hütte und ich war mehr als froh da zu sein.
Es stellte sich dann heraus, dass ich der Einzige sein werde in dieser Hütte. Es hatte leider kein richtiger Ofen, nur so ein Gas-Ofen. Aber der wirkte Wunder. Die Hütte wurde angenehm war und meine Kleider und Schuhe konnte ich perfekt trocknen. Die Matratze nahm ich natürlich vor den Ofen und schlief dort.

Tag 3 – Abschluss
Der Wanderweg am letzten Tag führte meistens dem See entlang und war etwas flacher als sonst. Ich war ziemlich zügig unterwegs so dass ich viel zu früh für das Taxi gewesen wäre. Gut, bin ich dann auf eine andere Wandergruppe aufgelaufen. Die zwei älteren Damen unterrichteten mich dann in Bäumen und Sträuchern und ich erzählte im Gegenzug von mir. Es war jedenfalls ganz lustig bei denen und ich lief dann mit ihnen zusammen. Sie nahmen mich ins Sandwich so dass ich nicht mein Tempo anschlagen konnte. ;) Bei der nächsten Hütte war dann der Rest der Gruppe und wir machten da so lange Pause bis das Wasser Taxi fuhr. Also von dort dauerte es noch 45 Minuten. Sie hatten dann das gleiche Boot.

Zusammenfassung
Ich fand meinen 2. Great Walk super und kann ihn eigentlich gut empfehlen. Ich denke man kann es gut in 3 Tagen machen. Man muss evtl. nicht ganz so schnell laufen wie ich, dann wird man auch nicht so früh müde. ;) Einen Sonnenbrand auf dem Rücken empfiehlt sich nicht unbedingt, wenn man den Rucksack noch 2 Tage tragen muss. Und ja, der Wasserfall-Wanderweg, der eigentlich nur inoffiziell ist, war super!!

Sonntag, 28. November 2010

Whirinaki Track

Meine Planung sah vor, bis zur Wanderung zu fahren und dann auf dem Parkplatz dort zu übernachten. Aber es kam besser. Ich fuhr dorthin und kam dann aber etwa 5 Kilometer vor der eigentlichen Wanderung an einem Wasserfall (Mangamate Wasserfall) vorbei, oder besser gesagt dem Wegweiser. Gut, ich gebe zu, ein Geocache war auch noch da, also gab es kein Grund, nicht dorthin zu fahren.

Dort angekommen, stellte sich heraus, dass es auch ein Campingplatz ist. Direkt neben dem Wasserfall. Ich habe dann kurz den Geocache gefunden und mich dann entschieden, die Nacht dort zu verbringen. Es war ein perfekter Ort. Ich parkte meinen Van vielleicht 50 Meter neben dem Wasserfall neben einem Baum. Nun war es auch an der Zeit, meine Hängematte auszuprobieren. Gigi hatte mir zwar gesagt, man könne den Abschlepphaken nicht gebrauchen, weil er zu tief sei, aber ich wollte das selbst herausfinden. Es klappte und meine Hängematte war bereit. Perfekt. Sonne, Hängematte und einen Wasserfall neben dran, perfekt.

Dienstag, 23. November
Morgen früh machte ich mich auf zur Wanderung. Ich war ja relativ früh und so startete nach 08.00 Uhr schon mit der Wanderung. Der Wanderweg führte eigentlich immer dem gleichen Fluss entlang. Am Anfang nahm ich aber den Weg rechts vom Fluss, den „Waterfall Loop“, nur von Wasserfällen hatte ich nicht viel gesehen. Schlussendlich mündete der Loop wieder in den Hauptweg und ich lief (nun den Fluss auf der rechten Seite) und lief und lief … bis ich schlussendlich nach 16 Kilometern bei einer Hütte landete (Central Whirinaki Hut). Der Wanderweg war alles andere als nur flach dem Fluss entlang, es ging ständig auf und ab. Nicht krass, aber spürbar. Ansonsten war alles normaler Waldboden, was sehr angenehm war (vgl. Milford Track – meistens gekiest). Der Weg wurde meistens der Natur überlassen, was ich eigentlich ganz nett fand.

Es war nun Mittag und ich legte eine Pause ein. Ich wollte ja noch weiter bis zur „Upper Whirinaki Hut“. Gemäss Wegweiser würde das nochmals 3 Stunden dauern. So nach einer weiteren Stunde laufen, kam ich an den Wegweiser, wo der Wanderweg weiter geht zu meiner Hütte. Hier konnte man aber auch noch eine Cave anschauen gehen, die ich nach einer kleinen „Ich-kann-den-Weg-nicht-mehr-sehen“-Suchaktion doch noch fand. Ziemlich gross und eindrücklich. Zurück beim Wegweiser sollte mich ja nun nichts mehr zurück halten. Nach 10 Metern war klar, der Weg wurde tatsächlich der Natur überlassen, doch diesmal etwas zu wörtlich genommen. Es war alles überwachsen und ich konnte noch erahnen, wo der Weg sein sollte. Ich kämpfte mich von orangem Dreieck zu Dreieck doch nach 100 Metern war Schluss. Ich stellte mir dann den Wanderweg überall vor und kletterte und vor allem kämpfte ich durch den Busch bis ich 15 Minuten später irgendwie im Hang hing, mit grossem Rucksack auf dem Rücken und mir sagte, es geht nicht mehr, es hat keinen Sinn. Ich kehrte um, ich gab auf.

Es gab zwei Wege, um zu meiner Hütte zu kommen. Der Zweite war auf dem Rückweg zur ersten Hütte wo ich schon war. Also lief ich zurück und auf halbem Weg habe ich den Wegweiser gefunden. Neues Glück – alte Geschichte. Es sah noch gut aus, bevor ich dann den Bach überqueren musste und dann nochmals, die Schuhe schon totalnass, bis auch hier, das nächste kleine Dreieck nicht mehr sichtbar war. Ich war enttäuscht, wütend,… und so kehrte ich der ganzen Aktion den Rücken zu und lief uninspiriert zur ersten Hütte zurück. Zuerst wollte ich die 4 Stunden noch zurück zum Van laufen, entschied mich aber dagegen, da ich sicher schon 25 Kilometer gemacht hatte und es doch schon Nachmittag war. Ich wollte das Beste aus der Situation machen und fing an ein Feuer zu machen um die Hütte etwas aufzuwärmen.

Ich verlange ja überhaupt keinen perfekten Wanderweg, um himmelsgottswillen auch nicht. Da kann es „muddy“ sein, oder steil oder was auch immer, mir doch egal, solange der Wanderweg einfach existiert.

Späte Gesellschaft
Zu später Stunde, es war schon am Eindunkeln, trudelte noch Brynley und Conny aus Auckland in der Hütte ein. Sie waren erst an diesem Tag in Auckland gestartet und so dauerte es eben ein bisschen, bis sie hier ankamen (und sie waren nicht die Schnellsten): Was ich in 3 ½ Stunden erledigte, brauchten sie 5 ½ Stunden dafür. Sie waren sicher nicht unglücklich über die Tatsache, dass es bereits warm war in der Hütte.

Eher unglücklich waren sie aber über meine Berichterstattung über den Status des Wanderweges, den sie am nächsten Tag auch nehmen wollten. Sie haben eine 6-Tages Wanderung geplant und waren dann nicht mehr so überzeugt von der Idee…

Zurück zum Van
Ich habe es mir lange überlegt, ob ich mit den Beiden nochmals den anderen Wanderweg versuchen soll, aber habe dann entschieden, den gleichen Weg zurück zum Van zu laufen und das ist etwas, das ich gar nicht gerne mag. Ich bin gespannt, was aus den anderen Beiden geworden ist auf ihrer Wanderung. Habe mir dafür ihre E-Mail Adresse aufgeschrieben und werde mich dann erkundigen.

Zurück beim Van, habe ich noch eine 30-minütige Wanderung drangehängt um zu einem Wasserfall zu kommen. Das war aber nicht viel Spezielles, hätte ich auch bleiben lassen können. Müde genug war ich ja eigentlich schon.

Whakatane-Waikare, nein danke
Nach meinen Erfahrungen hier und der erneuten Auseinandersetzung mit der Wanderung „Whakatane-Waikare River Loop“ und der Feststellung, dass wahrscheinlich der halbe Wanderweg eben auch nicht wirklich aus einem Wanderweg besteht sondern einem dem Bach nach laufen und im Bach laufen, queren und Wanderweg-Suchen … wie auch immer, habe mich entschieden, diese Wanderung auszulassen und direkt zum Lake Waikaremoana zu fahren.

Rotovegas

Samstag, 21. November
Auf dem Weg von den Hot Pools in Miranda (die ich am Morgen nochmals genoss) nach Rotorua, musste ich noch einen Zwischenstopp in Thames (da war ich mit Gigi schon einmal) einlegen. Ich wusste, dass die grossen Läden da auch an Sonntagen offen hatten, nicht wie andere Sachen, die ich eigentlich benötigte. Ich kaufte dann die einzigen Schrauben, die es mit Muttern im Warehouse gab, ein und gab auf dem sehr nassen Parkplatz direkt vor dem Warehouse alles, um bald als Automechaniker anfangen zu können… wenn es nun gelungen ist, Unklarheit zu schaffen, dann habe ich das Ziel erreicht.

Auf dem Weg nach Rotorua hatte ich jedenfalls keine Probleme mehr mit dem Van. Hie und da tönte es zwar etwas komisch, aber das kann man mit lauter Musik gut wettmachen.

In Rotorua (auch genannt Rotovegas) angekommen, da war ich ja schon einmal im August, wusste ich gar nicht so recht, was ich alles anschauen gehen soll. Ich wollte sicher irgendwie Dampf, blubberlndes Wasser und solche Dinge sehen. Wie ich beschlossen habe, dass man Städte am besten mit Geocaching erkundet, habe ich das auch hier gemacht. Ich wurde zwar nicht überall mit einem Fund belohnt, aber immerhin fand ich die besten Orte der kleinen Stadt. Es hatte dann noch so einen Park, der ganz viele abgesperrte „Pools“ hatte die richtig dampften. Das fand ich schon ziemlich cool.

Später fand ich mich im gleichen Wald wieder (Whakarewarewa Forest), wo ich im August Bike-OL gemacht hatte. Im Wald befand sich nämlich ein Cache, mit Sicht auf einen grossen Geysir. Dumm nur, dass sie am Ort der Aussicht geholzt hatten und der Cache nicht mehr auffindbar war. Jedenfalls, den Geysir konnte man Bestens sehen.

Zurück in der Stadt erkundete ich noch ein kleines Dörfchen mitten in der Stadt, das rundherum
wieder solche Hot Pools hatte die dampften. Man konnte auch nochmals den grossen Geysir sehen. Ich beschloss dann auch, nicht noch die $40 zu bezahlen um nahe an den grossen Geysir zu kommen nur damit ich da war…

Sonntag, 22. November
Meine erste Tätigkeit war nun an diesem Montagmorgen, den Van schnell zum Mechaniker zu bringen, um die Amateurarbeit zu verbessern. Nach einer halben Stunde konnte ich den Van schon wieder holen und blätterte lächerliche $46 hin. ;)

Nächster Fixpunkt war das Internet. Die wohl letzte Station für einige Tage (wie ich jetzt bestätigen kann) . Ich musste ja Andrea noch alles Gute wünschen für den Turnerabend. Da kann ja jetzt nichts mehr schief gehen. Kaum aufgelegt mit Andrea, rief noch Hanny an, und somit verlängerte sich meine Internetzeit noch ein bisschen. Als dann alles erledigt war, konnte es losgehen. Eingekauft hatte ich schon am Tag zuvor ($150 ausgegeben nur für mich …) und getankt war auch.

Samstag, 20. November 2010

230 km wandern in 19 Tagen?

Da ich nun alleine unterwegs bin lass ich mich sowieso nicht lumpen – jetzt wird es halt so ein richtiges Beat-Programm. Ich habe mir mal einige Zeit genommen, mit meinem Wanderbuch, dem Lonely Planet und der Strassenkarte irgendwas zu planen. Einziger Fixtermin ist der 11. Dezember (Wanderung im Tongariro Nationalpark mit Chris und Vera).

Provisorisches Programm
21. & 22. November – Rotorua
23. & 24. November – Whirinaki Wanderung (1 Übernachtung, 40km)
25. – 28. November – Whakatane-Waikare River Loop Wanderung (3 Übernachtungen, 65.5km)
29. November – Ruhetag
30. Nov – 2. Dezember – Lake Waikaremoana Wanderung (2 Übernachtungen, 42km), gebucht!

Ich muss noch sagen, dass bei all diesen Wanderungen, 1 Tag mehr vorgeschlagen ist. ;)

Anschliessend solls noch an den östlichsten Punkt gehen.
3. – 6. Dezember – Ostküste und quer irgendwie bis nach New Plymouth an der Westküste
7. – 10. Dezember – Mt Taranaki High-Level Circuit (2 od. 3 Übernachtungen, 50km)
11. Dezember - Tongariro Crossing (mit Chris und Vera)
12. Dezember – evtl. noch mehr Wandern in dieser Gegend
14. – 18. Dezember – evtl. Kayak Tour auf dem Whangarui River (Whangarui Journey)
20. Dezember (Fähre auf die Südinsel)

Es gibt aber noch Engpässe in meiner Planung, vor allem umso näher es an die Tongariro Crossing geht. ;) Aber mal schauen, das kommt dann schon gut.

Eigentlich wollte ich ja gar nicht so viel Zeit auf der Nordinsel verbringen, aber wenn man davon mehr als die Hälfte am Wandern ist, kann man das verkraften. Ich habe entschieden, dass ich Neuseeland mit Wandern viel besser erkunden kann als sonst irgendwie.